Sofortnachrichten Niedersachsen: Impfchaos und Zahnärzte Neueste Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Beim Versuch, einen Impftermin zu bekommen, ist Zahnchirurg Daniel Schneider auf Unwissenheit gestoßen. Der Landkreis Osterholz hält seine Kritik an der mangelnden Transparenz der Impfkampagne für berechtigt.

Sofortnachrichten Niedersachsen: Impfchaos und Zahnärzte Neueste Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Beim Versuch, einen Impftermin zu bekommen, ist Zahnchirurg Daniel Schneider auf Unwissenheit gestoßen. Der Landkreis Osterholz hält seine Kritik an der mangelnden Transparenz der Impfkampagne für berechtigt.

Sofortnachrichten  Niedersachsen: Impfchaos und Zahnärzte Neueste Nachrichten
04 April 2021 - 12:45

Aktuelle Nachrichten ! (Momen Mostafa) Der Corona-Impfstoff ist knapp. Seit Beginn der Impfkampagne muss deswegen gewichtet werden, wer einen Termin erhält: Entscheidend sind Alter, Vorerkrankungen und der Beruf. Die Vorgaben macht der Bund, Termine vergibt das Bundesland, geimpft wird in den Landkreisen. Dass die Umsetzung aber nicht immer funktioniert, hat Daniel Schneider erfahren. Er ist Oralchirurg, führt eine Praxis in Lilienthal. Um einen Termin für sich und seine vier Angestellten zu bekommen, habe er über Wochen mit unterschiedlichen Stellen gesprochen und dabei zum Teil widersprüchliche Aussagen erhalten. „Meine Geschichte zeigt, wie unzureichend die Kommunikation zwischen den zuständigen Stellen abläuft“, sagt Schneider. „Das größte Versäumnis der Politik ist aus meiner Sicht, dass die Koordination nicht zentral, sondern kommunal erfolgt.“Bis zu 20 Patienten behandelt Schneider am Tag, ist ihrem Blut, Speichel und Sekret ausgesetzt. „Als die verschiedenen Impfstoffe auf den Markt kamen, waren wir alle im Team doch sehr froh, dass es nun Aussicht auf einen Schutz gibt“, sagt der 40-Jährige. Wann Zahnärzte allerdings geimpft würden, blieb zunächst unklar. Von seinem Berufsverband, der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZVN), habe sich Schneider nicht unterstützt gefühlt. „Im wöchentlichen Newsletter stand bisher immer, dass es noch keine Neuigkeiten gibt.“ Nachdem Kolleginnen in anderen Praxen bereits geimpft wurden, ergriff er Anfang März selbst die Initiative. Mehr zum ThemaEinladungen zur Impfung für VorerkranktePrivatversicherte müssen noch auf Corona-Impfung wartenDie Einladungen für Corona-Impfungen an Vorerkrankte durch die Krankenkassen haben begonnen. Während einige gesetzliche Kassen erste Briefe verschickt haben, starten ... mehr » $(document).ready(function() { nfyStroeerSlot("topmobile2", false); }); Unter der offiziellen Impfhotline des Landes habe man ihm nicht weiterhelfen können, sagt Schneider. Er sei noch nicht impfberechtigt, lautete wiederholt die Aussage. Von einem Kollegen habe er dann die Telefonnummer zum Impfzentrum Osterholz erhalten, über das er direkt Termine vereinbaren konnte. „Das war mir allerdings schon suspekt, denn so sollte es ja eigentlich nicht sein.“ Dann folgte der zwischenzeitliche Impfstopp von Astra-Zeneca. Im Landkreis Osterholz waren laut Sprecherin Jana Lindemann fast 800 Termine betroffen – darunter auch die von Daniel Schneider und Team. Für die Praxis sei dadurch ein Verdienstausfall von mehreren tausend Euro entstanden, weil er sie für zwei Tage schließen musste. „Ich habe an laufenden Kosten pro Tag 1500 Euro, aber ich bekomme ja überhaupt nichts rein. Als unser Impftermin abgesagt wurde, war es zu kurzfristig für die Patienten.“ Während in Bremen mit Biontech weiter geimpft worden war, habe weder das Impfzentrum noch die Hotline des Landes sagen können, wie es in Niedersachsen weitergehen sollte. Stattdessen verwies eine Stelle auf die Zuständigkeit der anderen. Frustration bei Schneider, Verunsicherung bei seinen Angestellten. Mehr zum ThemaÄrger über ImpfbriefSchreiben nach kurzer Zeit überholtDas Schreiben zu den Impfterminen, das unter anderem auch die Gemeinde Ganderkesee an die Senioren verschickt hat, war nach kurzer Zeit überholt. Das ärgert nicht nur ... mehr »Die Aussetzung des Vakzins habe zu einer Phase der Unsicherheit geführt, erklärt Anna Hage, Sprecherin des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Auch im Ministerium sei man zunächst ratlos gewesen. Nach kurzer Zeit seien aber Ersatztermine herausgegeben worden und bereits geplante wieder aufgenommen, sagt die Sprecherin.Gleichzeitig sieht Hage die Berufsverbände in der Pflicht, ihre Mitglieder zu informieren, wann sie mit ihrer Impfung an der Reihe seien. Das Land sei im regelmäßigen Austausch mit den Vertretern, sagt die Ministeriumssprecherin. Allerdings habe es eine Zeit gegeben, in der unklar gewesen sei, welche Berufsgruppen die höchste Priorität hätten. Aus diesem Grund seien die Impfzentren direkt auf medizinische Berufsgruppen zugegangen, um Impftermine zu vereinbaren, sagt Hage. „Es hat sich eine gewisse Eigenständigkeit entwickelt.

. Denn das Mittel von Astrazeneca kann nicht mehr so breit zum Einsatz kommen. Lässt sich der ... mehr »Nach Angaben von Michael Loewener, Sprecher der KZVN, informiere der Verband Zahnärzte seit geraumer Zeit über ihre Webseite. Ende Februar habe sich der Verband gemeinsam mit der Zahnärztekammer Niedersachsen und dem Gesundheitsministerium darauf geeinigt, Zahnärzte in die höchste Priorität aufzunehmen. „Die entsprechenden Praxisdaten sind von der KZVN an die Impfzentren weitergegeben“, sagt Loewener. Allerdings seien die Impfzentren weitgehend unabhängig in ihrer Planung organisiert, wodurch es zu unterschiedlichen Entwicklungen kommen könnte. Die größten Probleme in dieser Hinsicht gebe es im Raum Hannover. Letztlich lasse sich alles auf die Knappheit der Vakzine zurückführen, sagt Ministeriumssprecherin Hage. Sie könne die Betroffenheit einzelner Personen verstehen. „Aber wir befinden uns immer noch in einem Impfstoffmangel.“„Die Kritik an der Transparenz der Impfkampagne ist aus Sicht des Landkreises Osterholz berechtigt“, sagt Kreissprecherin Jana Lindemann. So habe es für Impfberechtigte mit einer beruflichen Indikation bis Mitte März keine Möglichkeit gegeben, Termine über das Impfportal des Landes zu vereinbaren. Bereits Ende Januar seien die Impfzentren aber aufgefordert worden, direkt auf einzelne Berufsgruppen zuzugehen, um Sammeltermine zu vereinbaren. Auf Probleme, die durch diese Aufweichung der Aufgabenteilung entstanden sind, wie die Kommunikation an die Bürger, sei das Land Niedersachsen mehrfach hingewiesen worden, sagt Lindemann - unter anderem während der wöchentlichen Dienstbesprechungen.In dieser Woche haben Schneider und Team ihre Nachholtermine – das Impfzentrum hatte sie nach einigen Tagen des Wartens neu vergeben. Zufrieden ist der Mediziner trotzdem nicht. „Ich kann nicht verstehen, dass kein Register erstellt werden kann, aus dem klar zu ersehen ist, wer welche Priorität hat, um geimpft zu werden“, sagt Schneider. In der Eventbranche und anderen Bereichen sei es auch möglich, Informationen großer Menschenmengen zu erfassen. „Ich stehe seit dem 27. Dezember parat. Offiziell habe ich aber bis heute gar nichts gehört. Mit meiner Eigeninitiative habe ich versucht, die Sache voranzutreiben, ich bin aber nur auf Unwissenheit, Desinteresse und Widerstände gestoßen.“ Zur SacheNiedersachsen wartet Seit dem 15. März können in Niedersachsen Personen der zweiten Impfkategorie einen Termin vereinbaren. Zur Gruppe mit einer hohen Priorität gehören laut Impfordnung des Bundes unter anderem über 70-Jährige, Personen mit Vorerkrankungen, Ärzte und weitere Berufsgruppen. Mittlerweile kann auch das Impfportal des Landes berufliche Indikatoren für eine Impfberechtigung und Sammeltermine erfassen. Allerdings sei dies noch nicht für alle Landkreise verfügbar – darunter auch Osterholz. „Der Landkreis wird entsprechende Termine noch freischalten“, sagt Sprecherin Jana Lindemann. Ihren Angaben zufolge stehen im Landkreis Osterholz derzeit 8800 Personen auf der Warteliste für einen Impftermin (Stand: 29.03.2021). „In den kommenden Tagen können aufgrund angekündigter Impfstofflieferungen weitere Termine für das Impfzentrum des Landkreises Osterholz eingestellt werden, sodass diese an Personen auf der Warteliste vergeben werden können“, sagt die Sprecherin. Eine Reduzierung der Warteliste sei zu erwarten.  Mehr als 1,2 Millionen Dosen sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Niedersachsen bisher verimpft worden (Stand: 29.03.21), etwa ein Drittel davon als Zweitimpfung. Laut Sprecherin des Gesundheitsministeriums Anne Hage haben 470.000 Niedersächsinnen und Niedersachsen Ende vergangener Woche auf der Warteliste des Landes gestanden. „Wir sind kontinuierlich am Impfen“, sagt Hage. „Aber allein zur Priorisierungsgruppe zwei gehören drei Millionen Menschen.“

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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