Sofortnachrichten Werder-Trainer Kohfeldt will das Team vor Augsburg-Spiel wachrütteln Neueste Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Werder muss im Spiel gegen Augsburg Antworten liefern. Deshalb will Trainer Florian Kohfeldt das Team nun wachrütteln.

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Deutsch-Nachrichten.Com - Werder muss im Spiel gegen Augsburg Antworten liefern. Deshalb will Trainer Florian Kohfeldt das Team nun wachrütteln.

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13 Januar 2021 - 22:45

Aktuelle Nachrichten ! (Andreas Gumz) Plötzlich wurde es „scharf“. Florian Kohfeldts Stimme tönte vermutlich hoch bis zum Osterdeich und runter bis ans Weserufer, als der Coach des SV Werder die laufende Trainingseinheit unterbrach und das tat, was er für die Woche angekündigt hatte: Schärfe reinbringen. Dem Beobachter boten sich Szenen und Aktionen, wie man sie von Kohfeldt schon häufiger gesehen hat. Gestikulierend, erklärend, tadelnd wirkte der 38-Jährige auf sein Personal ein. Und vor allem: laut. Ein Trainer auf Hochtouren. Alles mit dem Ziel, die Mannschaft für das Heimspiel gegen den FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr) ebenfalls auf Temperatur zu bringen. Denn es wird ein Spiel werden, in dem Werder auf wichtige Fragen wichtige Antworten geben und finden muss. War das 0:2 gegen Union Berlin tatsächlich nur „ein Ausreißer nach unten“? Wehrlos ergeben – das war der Vorwurf nach dem Union-Debakel. Zwar wertete Coach Kohfeldt die Partie als „Ausreißer nach unten“, grollte aber auch: „Ich werde das nicht vergessen.“ Aus seiner Sicht war das 1:1 gegen Bayer Leverkusen zwar eine gute ­Reaktion, aber milde gestimmt hat es ihn nicht. Gegen den FC Augsburg wird von der Mannschaft mehr gefordert sein, als „nur“ eine Abwehrschlacht. „Wir werden mehr den Ball haben. Augsburg wird uns in Zweikämpfe zwingen. Wir müssen die zweiten Bälle gewinnen“, sagte Kohfeldt und packte seine Spieler im Training am Mittwoch entsprechend an. $(document).ready(function() { nfyStroeerSlot("topmobile2", false); }); Zwar trieb er das Team nicht mit Dauergebrüll über den Platz, aber in Momenten, in denen bei den Spielern das Bissigkeits-Barometer sank, war er da. Man kann es Anweisungen nennen, die er verteilte, oder auch einen Anranzer. Auf jeden Fall gab es etwas auf die Ohren, als die Zweikämpfe zu lasch und die Aktionen zu labberig wurden. „Wir müssen richtig draufgehen, weil: Am Samstag wird uns Augsburg auch wehtun“, schimpfte Kohfeldt. Und: „Wir müssen so trainieren, wie wir auch spielen wollen.“ Eine zu lasche Einheit war auch schon vor dem Union-Spiel Thema gewesen.

. Kohfeldt musste kein zweites Mal so heftig intervenieren, und Milos Veljko­vic erklärte später, dass die Mannschaft verstanden hat: „Wir müssen und wollen diese Schärfe reinbringen, damit wir auch am Wochenende wieder ans Limit gehen können. Sonst wird es schwer.“ Funktionieren die Stürmer wieder? Es war nur Minuten nach dem Kohfeldt-­Wutausbruch, als Davie Selke auf Milot ­Rashica flankte, dessen Direktabnahme jedoch nicht ins Tor flog, sondern in den Fangzaun schepperte. Aber immerhin: Da war Tempo drin, und speziell bei Rashica, bei dem die Fragezeichen aktuell noch am größten sind, zeigte sich, dass er nach seiner ­Verletzungspause tatsächlich wieder auf ­Betriebstemperatur kommt. Selke ist schon einen Schritt weiter, Niclas Füllkrug arbeitet ebenfalls daran, wieder ein Startelf-Kandidat zu werden. Nach Ende des Trainings absolvierte er noch Solo-Übungen. Selke probte zusammen mit Yuya Osako und Leonardo Bittencourt den Torabschluss, während die meisten Kollegen schon wieder in der Kabine waren. Alles klare Zeichen, wie „scharf“ die beiden Stürmer auf einen Einsatz von Anfang an sind. Es ist auch sehr wahrscheinlich, dass entweder Selke oder Füllkrug gegen Augsburg in der Startelf auftaucht. Setzt Werder der Heimschwäche ein Ende? Clemens Fritz hat es sich leicht gemacht und die schwache Bremer Heimbilanz mit der Geisterkulisse erklärt. „Ich weiß, dass wir auch schon Heimspiele verloren haben, als die Zuschauer noch dabei waren“, sagte der Leiter Profi-Fußball, „aber für mich gibt es nur diese eine Erklärung: Uns fehlen die Fans extrem.“ Es ist freilich eine schwache Erklärung und sie ist gefährlich, gibt sie den Spielern doch für jedes weitere Geisterspiel ein Alibi. Werder muss aber wieder Heimspiele gewinnen – auch ohne Fans. Nur fünf Punkte in sieben Heimspielen ist eine magere Bilanz, Werder holte im eigenen Stadion nur 23,8 Prozent der möglichen Zähler, gewann bislang lediglich gegen Arminia Bielefeld. In der vergangenen Saison waren es nach 17 Heimspielen nur neun Punkte. Was Hoffnung macht für Sonnabend: Gegen den FC Augsburg hat Coach Kohfeldt noch eine weiße Heimweste: zwei Spiele, zwei Siege (4:0, 3:2). Gibt es erneut einen unwillkommenen „Bayern-Effekt“? Das 1:1 bei Bayern München war groß gefeiert worden. Erfolgserlebnis! Historisch! Es sollte Werder Schwung geben. Doch es gab Werder einen falschen Glauben in die eigene Stärke. Anschließend folgten vier Niederlagen am Stück. Das 1:1 gegen Bayer Leverkusen ist nun wieder so ein Spiel gewesen, in dem überraschend ein Punktgewinn gelang und das Hoffnungen weckt, es könnte nun aufwärts gehen mit Werder. Diesmal aber bitte ohne den „Bayern-Effekt“, der ein extrem negativer war.

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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